Rezensionen von A-Z

Montag, 26. September 2016

Rezension zu „Wolfsbaum“ von Mia Faber

Klappentext

Die Entstehung des Ortes Beddgelert – eingemeißelt in uralten Stein.

Zu einer Zeit, da der Glaube der Druiden vergeht und die alten Götter in Vergessenheit geraten, zweifelt Morgan an seiner Bestimmung. Die Tage des jungen Bauern aus Wales sind angefüllt mit Eintönigkeit und Arbeit. Doch als Banditen seinen Hof überfallen und er Morrígan schmäht, belegt die Kriegergöttin ihn mit einem Bann. Um diesen zu brechen, muss er den Spuren eines Wolfes folgen.

Die Vorgeschichte einer irischen Sage.

Schreibstil

Fabers Schreibstil ist schnörkellos, aber nicht zu einfach. Sie beschreibt und umschreibt im richtigen Maße, sodass genügend eigene Fantasie gefordert aber auch gefördert wird.

Charaktere

Hier geht es vornehmlich um Morgan, der sich mit seiner Rolle als Bauersjunge nicht richtig abfinden mag, jedoch zu feige ist, etwas daran zu ändern. Als der Hof überfallen wird, entkommt er nur knapp mit dem Leben. Anstatt nun aber endlich zu handeln, entschließt er, sich erst einmal zu verstecken. Daraufhin hat die Göttin Morrígan einen ganz besonderen Einfall für ihn …
Es ist eine deutliche Änderung der Charakter zu sehen, dennoch für die Seiten einer Novelle nicht überstürzt und nicht erzwungen. Sehr stimmig!

Umgebung

Faber schafft es, sie wunderbar mit einfließen zu lassen und mit ihr zu interagieren. Sie dient nicht als reiner Schauplatz, sondern ist immer mal wieder Teil der Handlung. Auch Details lassen die Umgebung lebendiger wirken. Ob am Hof, im Wald oder an der Mauer zu den adligen Gemächern – man ist als Leser mittendrin statt nur dabei.

Plot

Es geht um Feigheit und Mut, Liebe und Verrat, Familie und Egoismus – diese Novelle hat viele Spektren, die alle ineinanderfließen. Und alles wird im Nachhinein gelöst, sodass ich als Leserin zufrieden zurückbleibe.

Ende

Es kam, wie ich es erwartet hatte. Dennoch war es genau passend, nicht kitschig, nicht zu heftig. Absolut treffend!

Fazit

5 Sterne gibt es von mir für diese kurzweilige Lektüre, durch die ich nur so hindurchgeflogen bin. Auch wenn Morgan für mich kein Sympathieträger durch und durch war, so arbeitete er sich zu genau dieser Stelle vor. Jetzt muss ich natürlich noch mehr von Faber lesen. Wundervoll!

Extra

Danke an den Valkyren Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar infolge der Leserunde zu "Wolfsbaum"

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