Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Weg ins Nichts" von Francis Knight (Rojan Dizon I)

Schreibstil

Knight hat einen klaren und deutlichen Schreibstil, sodass ich mich als Leserin leicht in ihre Welt einfinden konnte. Die Begriffe ihrer Welt veranschaulicht sie manchmal mit Metaphern; es geht immer hervor, wie etwas funktioniert und wie es zu dieser Entwicklung kam.

Charaktere

Rojan ist ein Schmerzmagier, der mit Hilfe dieser Magie die Gabe besitzt, Menschen ausfindig zu machen und ein weiterer kleiner Nebeneffekt: Er kann sein und das Aussehen anderer kurzfristig verändern. Er ist ein Weiberheld und definitiv nicht Everbodys Darling. Anfangs fiel es mir ein wenig schwer, mit ihm warm zu werden, doch schließlich fand ich ihn sogar sympathisch. Auch die Angst, die Rojan vor dem Nichts hat – die Bewusstseinsebene, in die man als Schmerzmagier fällt, wenn man sich der Magie zu sehr hingibt -, machte ihn ein wenig menschlicher.

Jake ist eine Kämpferin, die in der Unterstadt ihr Zuhause hat. Sie hat ihren eigenen Kopf und setzt ihn auch meist durch. Berührungen kann sie nicht ausstehen, deswegen bleibt sie immer auf Distanz, auch emotional. Was sie zu dem gemacht hat, was sie ist, wird erst im Laufe der Geschichte immer klarer.

Pasha, ebenfalls ein Schmerzmagier, ist Jakes Freund und würde alles für sie tun – auch wenn das bedeutet, sich gegen sie zu stellen. Er überschreitet Grenzen und muss dafür einen hohen Preis bezahlen.

Umgebung

Mahala ist eine vielschichtige Stadt, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn sie breitet sich in die Höhe aus, nicht in die Breite. Ich konnte mir die Satdtteile, selbst die in Unterstadt, sehr gut vorstellen und war begeistert von dem Gesellschaftssystem und deren soziale Strukturen. Zwar gefallen sie mir nicht, aber die Autorin hat sich da etwas Schönes einfallen lassen. Zusätzlich agieren die Figuren mit ihrer Umgebung, was ich umso besser finde.

Plot

Hauptplot: Rojans Nichte finden. Und dann gibt es noch einige Subplots wie Jakes Herkunft, den Weg ins Nichts, wo Glimm (die Akkus, mit denen die ganze Stadt betrieben wird) wirklich herkommt, wie verbreitet die Schmerzmagie wirklich ist, etc pp. Das scheint ein wenig viel zu sein, ist aber so geschickt eingeflechtet, dass es zum Lese- und Entdeckungsvergnügen wird.

Ende

Wahnsinn! Ich habe es genossen. Es war für mich das Highlight des Buches und strahlte heller als Glimm ;).

Fazit

5 verdiente Sterne von mir. Die Idee der Schmerzmagie und deren Folgen hat mich nicht mehr losgelassen!

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