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Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Phoenix - Kinder der Glut" von Ann-Kathrin Karschnick (Phoenix III)

Schreibstil

Karschnicks Schreibstil steht den beiden Vorgängern auch im dritten Teil der Phoenix-Trilogie in nichts nach. Rasant, teilweise atemlos, spannend und verständlich, sodass die Welt des Teslapunks näher gebracht wird. Der Roman liest sich flüssig und bewegt.

Charaktere

Tavi entwickelt sich zu einer wild gewordenen Phoenix, was sich die vorangegangenen Bände schon angedeutet hat. Sie hört weiterhin stark auf ihr Gefühl, der Kopf steht trotz ihrer langen Lebenszeit im Hintergrund. Sie ist leidenschaftlich und intuitiv. Demnach ändert sich im Laufe dieses Romans an dem Charakter nur eines: Sie geht in sich selbst auf.

Leon geht schon viel beherrschter an alles heran, obwohl auch ihn hin und wieder starke Gefühle übermannen. Er behält jedoch den Überblick und lässt sich nicht täuschen. Dazu vertraut er auf seine Freunde und teilweise auch Gegner, um seinen Weg zu finden.

Katharina ist und bleibt mysteriös, doch erfährt man hier auch, warum sie so ist. Trotzdem sie mir hin und wieder mit ihren Andeutungen auf die Nerven geht und ich Tavi und Leon nur zu gut verstehen konnte, endlich mal klare Worte zu bekommen, gefällt sie mir als Charakter, denn auch sie wird im Laufe der Trilogie kantiger, in sich stimmig.

Umgebung

Karschnicks Talent liegt hierbei definitiv in dem „weniger ist mehr“-Bereich. Sie beschreibt, umschreibt und überlädt nicht mit ihrer eigenen Sichtweise, sodass ich mir die Umgebungen, in denen sich die unterschiedlichen Zweige der Geschichte abspielen, gut im Kopf vorstellen konnte, ohne fremdgelenkt zu werden. Auch nutzen die Charaktere ihre Umgebung, was mir persönlich immer besonders gefällt.

Plot

Der große rote Faden liegt darin, die Saiwalo aufzuhalten – logisch. Doch entpuppen sich noch ein paar weitere Fäden, die wichtig für Buch 3 sind. So sucht Leon nach Tavi und seiner wahren Bestimmung, Tavi sucht Nathan und den Weg, den sie gehen muss, um den großen roten Faden zu lösen. Zusammen ergibt das eine wunderbare Mischung, die am Ende aufgelöst wird.

Ende

Es forderte Opfer, die gebracht werden mussten, um dorthin zu kommen, wo es schließlich endete. Es war ein langer und harter Kampf, den ich zusammen mit Tavi und Leon gekämpft habe. Super!

Fazit

Da kann ich gar nicht mehr viel zu sagen, außer: 5 Sterne von mir für den tollen Abschluss der Trilogie. Ich bin froh, Tavi und Leon begleitet zu haben und spreche eine Leseempfehlung für die komplette Trilogie aus!

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